Versammlung: Wie weiter “Solidarisch aus der Krise?”

Am kommenden Mittwoch, den 30.11. wird ab 18:00 Uhr eine durch das Oldenburger Bündnis für solidarische Krisenlösungen veranstaltete Versammlung mit dem Thema „Wie kommen wir ‚Solidarisch aus der Krise?‘“ bei Werkstattfilm in der Wallstraße 24 in Oldenburg stattfinden.
Durch die derzeitigen Preissteigerungen geraten viele Menschen, auch in Oldenburg, in finanzielle Nöte, besonders betroffen sind geringe Einkommen. Die aktuellen Entlastungsmaßnahmen reichen nicht aus, um allen die Sicherheit geben zu können, auch in den nächsten Monaten Heizung, Strom und Lebensmittel noch zahlen zu können.
Ziel des Bündnisses ist es daher, gemeinsam dafür sorgen, dass niemand in Oldenburg aufgrund der aktuellen Krisen frieren muss, den Strom abgestellt bekommt oder die Wohnung verliert. Am kommenden Mittwoch sollen daher Ansätze entwickelt und Ideen gesammelt werden, wie solche Situationen vermieden werden können und wie solidarisch darauf geantwortet werden kann. Alle sind herzlich willkommen, die weiterhin oder von nun an im Bündnis mitarbeiten wollen und/oder Untersützung brauchen, zB zu den Themen:
  • Wohnen
  • unbezahlbare Energiekosten
  • Stadtteilarbeit
  • Abgrenzung gegen Rechts
Denn wir brauchen eine solidarische, fürsorgliche, kooperative Gesellschaft für alle Menschen!
Einlassvorbehalt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen, völkischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen, völkischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Oldenburger Bündnis für solidarische Krisenlösungen

Am 12.11. demonstrierten ca. 300 Menschen für einen solidarischen Umgang in der Krise. Wir, das “Oldenburger Bündnis für solidarische Krisenlösungen”, freuen uns über diesen gelungener Auftakt, um solidarisch aus den aktuellen Krisen zu kommen. Riesengroßes Danke an alle für all das Engagements und alle übernommenen Aufgaben!

Unsere Demonstration fand auch bei Passant*innen positiven Anklang. Dies zeigt uns, dass u.a. die Forderungen:
• dauerhafte Entlastung für niedrige Einkommen
• sozial-gerechte Energiepreisdecklung
• bezahlbarer Wohnraum für alle
• ökologische & soziale Mobilitätswende
einen Nerv treffen und Menschen davon akut betroffen sind.

Wir als Bündnis kämpfen weiter gegen Inflation, Preiserhöhungen und die damit verbundenen sozialen Verwerfungen und sind uns einig, dass wir weiter an diesen Themen praktisch arbeiten wollen.

Am 30.11 um 18 Uhr wird eine Versammlung „Wie weiter “Solidarisch aus der Krise?”“ in den Räumen des Werkstattfilms stattfinden um sich darüber zu beraten wie Menschen sich weiter organisieren können und wie man sich auch gegen z.B. Zwangsräumungen, Versorgungssperren gemeinsam Organisieren könnten. Alle sind herzlich willkommen, die weiterhin oder von nun an im Bündnis mitarbeiten wollen und/oder Unterstützung brauchen!

#OL1211 #OL3011 #Oldenburg #solidarischOL #solidarischausderkrise #OLstadtfüralle

Demonstration

Samstag, 12.11. um 14:00 Uhr

Bahnhofsvorplatz in Oldenburg

Wir fordern:

  • dauerhafte Entlastung für niedrige Einkommen
  • sozial-gerechte Energiepreisdeckelung
  • bezahlbarer Wohnraum für alle
  • ökologische & soziale Mobilitätswende

Aufruf (deutsche Version)

Zugegeben: Wir haben Angst, dass

  • Russlands Angriffskrieg in der Ukraine weiter eskaliert.
  • Heizung, Strom und Lebensmittel trotz Entlastungsmaßnahmen unbezahlbar werden und die Wirtschaftskrise sich ausweitet.
  • es ein Hauen und Stechen um unseren gewohnten Lebensstandard geben könnte – bei dem hier und weltweit immer die Schwächsten auf der Strecke bleiben.

Die Entlastungsmaßnahmen sind dringend notwendig, aber aktuell nicht ausreichend, weil sie wachsende Armut und Ausgrenzung nicht verhindern. Darüber hinaus werden wir die Politik und viele Menschen davon überzeugen müssen, dass es einen weitergehenden grundlegenden Wandel in vielen Bereichen der Gesellschaft geben muss.

Wir sehen in scheinbar einfachen Antworten keine Lösung: Nationalistische Abschottungen führen nur zu internationalen Konflikten. Atomkraft, Kohlekraft und Flüssiggas werden die Klimakrise nicht lösen. Die Beschwörung traditioneller Familienbilder, homogener „Volksgemeinschaften“ und die Hetze gegen Zuwanderung schüren Diskriminierung und verhindern Solidarität.

Was uns bleibt, ist gemeinsam an einem neuen Lebensentwurf zu arbeiten: für eine solidarische, fürsorgliche, kooperative Gesellschaft für alle!

Nahrungsmittel, Gesundheit, Energie, Bildung, Kommunikation, Wohnen und Mobilität müssen für alle Menschen als vergesellschaftete Gemeingüter zur Verfügung stehen!

Finanziert über die Abschöpfung von Sondergewinnen, Vermögens- und Erbschaftssteuern müssen die ersten Schritte genau jetzt erfolgen:

  • sozial-gerechte Energiepreisdeckelung, öffentliche Förderung und Dezentralisierung der Energiegewinnung und Ausbau der erneuerbaren Energien
  • Ausbau des „Bürgergelds“ zu einer menschenwürdigen Existenzsicherung und Erhöhung des Regelsatzes auf 700 Euro im Monat für alle hier lebenden, geflüchteten und zuwandernden Menschen – ohne Sanktionen und Bürokratie
  • bezahlbarer Wohnraum für alle statt Mietspekulationen
  • Mobilitätswende mit Tempolimits und „9-Euro-Ticket“, mit Rückbau von Parkplätzen und Ausbau von ÖPNV und Fahrradstraßen
  • keine 100 Milliarden für deutsche Aufrüstung und Militarisierung
  • umfassende Gesundheitsversorgung und würdige Pflegeeinrichtungen für alle Beschäftigten und Patient*innen – ohne Gewinnorientierung
  • faire, bäuerliche und ökologische Nahrungsmittelproduktion bei drastischer Reduzierung des Ressourcen- und Flächenverbrauchs der Fleischindustrie

Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass niemand in Oldenburg wegen den Krisen frieren muss, den Strom abgesperrt bekommt oder die Wohnung verliert. Lasst uns für diese Ziele zusammen am 12.11.22 um 14 Uhr, Bahnhofsvorplatz in Oldenburg auf die Straße gehen und auch nach der Demonstration gemeinsam weiter streiten!

Unterstützer*innen: ALSO e.V., Antimilitaristisches Projekt Oldenburg, DecOLonize Oldenburg, DGB Oldenburg-Ostfriesland, Genug ist Genug – Kampagne Oldenburg, IBIS e. V., Integration e.V., Oldenburger Aktionsbündnis gegen Krieg, Aufrüstung und Militarisierung, Seebrücke Oldenburg, Students for Future Oldenburg, Tantifa – autonome Feminist*innen, United Against Racism Oldenburg, ver.di Bezirk Weser-Ems Verein Städtefreundschaft Oldenburg-Efrîn und weitere Einzelpersonen